Review: Audi A1 Online-Konfigurator

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Rund 800 Kombinationen sollen vom neuen Audi A1 möglich sein, wie das Spiegel Magazin berichtet. Natürlich unterstützt der Ingolstädter Autobauer seine Kunden bei der Auswahl mit einem Konfigurator. Diesen Audi Online-Konfigurator habe ich besucht und einige Notizen gemacht:

Die Navigationsleiste ist verständlich gegliedert und führt auch weniger technisch orientierte Benutzer schrittweise durch die Auswahl. Diese Leiste gruppiert Einzelheiten in die Abschnitte Modell, Motor, Exterieur, Interieur und Sonderausstattung. Wer mag, kann die Voreinstellungen für Felgen und Sitzbezüge übernehmen und auch auf die zahlreichen Optionen verzichten. Das spart Zeit und Nerven für diejenigen, die kein Interesse Haben, alle Details kennenzulernen.

Die Sonderausstattung lässt sich automatisch im Komfortmodus auswählen. Hier erleichtern Vorschaubilder und Themengruppen die Orientierung. Der alternativ wählbare Expertenmodus zeigt dagegen alle Ausstattungen in einer langen Liste mit Preisen und optionalen Detailinfos. So werden keine Ausstattungsmerkmale übersehen und können gezielt hinzugefügt werden. Schön gelöst finde ich auch die Funktion “Motor- und Ausstattungsvergleich”, bei der Unterschiede auch farblich gekennzeichnet werden. Weniger schön ist, dass bei der kombinierten Wahl von Automatik und Dieselmotor keine eindeutige Kennzeichnung erfolgt, dass diese Kombination (derzeit?) nicht möglich ist. Viele Benutzer werden das vermutlich als verwirrend empfinden. Ein Texthinweis wäre hier hilfreich.

Besonders gefällt mir, dass eine durch eine bereits getroffene Auswahl blockierte Option erläutert wird (siehe Screenshot):

Screenshot A1-Konfigurator: Auswahl überschreiben

Screenshot A1-Konfigurator: Auswahl überschreiben

Und noch besser: falls mir die verweigerte Option wichtiger ist als die bereits zuvor festgelegte, kann ich die vorherige Auswahl zurücksetzen, ohne im Konfigurationsprozess zurückgehen zu müssen.

Trotz der übersichtlichen Struktur der Bedienoberfläche bestimmen weiterhin die technischen Produktionsmöglichkeiten und verkaufsoptimierten Vorgaben den Auswahlprozess im Online-Konfigurator. Wenn einem Kunden nur Lackfarbe, Radio und Sitzbezüge wichtig sind, wird er von den Möglichkeiten wohl überfordert sein. Zudem er während einer Auswahl gefühlte 10 Plausibilitätsprüfungen zu absolvieren hat, die Korrekturen und Ergänzungsausstattungen nötig machen. Aber diese (zu?) oft wiederkehrenden Korrekturen und Ergänzungen sind immerhin verständlich und übersichtlich gestaltet. Vermutlich richtet Audi den Konfigurator ohnehin stark an den Interessen von Auto-Begeisterten aus: diese nehmen gerne in Kauf, dass viele Rückfragen vom Konfigurator kommen und haben Spass an der elektronische Spielwiese. Das bringt Imagepunkte und Kundenbindung.

Mein persönliches Fazit fällt positiv aus: man merkt dem A1-Konfigurator an, dass Audi schon viel Erfahrung mit Online-Konfiguratoren gesammelt hat. Wer sich auf das Angebot einlässt wird gut durch die Auswahl gelotst und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein positives Produkterlebnis. Ich selbst fahre keinen Audi – würde mir aber wünschen, der Konfigurator meiner Marke wäre ebenso gelungen.

Kunden wollen eigene Produktentwicklung im Internet

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Laut einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM, will jeder Fünfte im Internet Produkte mitentwickeln. So erklärten 21 Prozent der Webnutzer, sie würden von Unternehmen gern in die Produktentwicklung mit eingebunden werden. „Das Internet macht Konsumenten zu Co-Produzenten“, meint BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Das Web gebe Verbrauchern nicht nur wertvolle Entscheidungshilfen an die Hand, es ermögliche auch eine direkte Mitarbeit an der Produktentwicklung. Hiervon könnten Hersteller und Verbraucher gleichermaßen profitieren.

Ein aktuelles Beispiel für diesen Trend zur Individualität ist der neue Audi A1, der ab September 2010 auf den Markt kommen wird: Kunden können aus rund 800 Kombinationen ihr persönliches Modell wählen.  “Rollendes Ich” titulierte folglich das Spiegel-Magazin seinen Fahrbericht. Modell, Motor, Anbauteile, Innenausbau und Sonderausstattung lassen sich bereits im Online-Konfigurator bei Audi wählen und beim Händler anfordern.

Nun ist dies nicht wirklich neu: letztlich haben Produktkonfiguratoren in den letzten 10 Jahren ganz maßgeblich an Einfluss im Automobilvertrieb gewonnen, gerade auch bei den deutschen Herstellern. Und die – oft gelungenen – PKW-Konfiguratoren haben der Produktkonfiguration als Thema auch für Endverbraucher erst den richtigen Schub verliehen. Audi versucht hier an den Erfolg von Mini und Fiat 500 anzuknüpfen, die bereits seit längerer Zeit über ungewöhnliche Individualisierungen (z.B. Sonderlackierungen auch für den Innenraum, Flaggenmotive etc. beim Mini) bzw. Mitmach-Aktionen (Käufer-Mitwirkung bereits vor Serienproduktion beim Fiat) einen attraktiven Kaufanreiz erzeugen. Und angesichts der überaus erfolgreichen Geschäftsentwicklung bei Audi ist der Anspruch sicherlich, die Wettbewerber zu überholen.

Den A1-Konfigurator habe ich mir bei dieser Gelegenheit einmal genauer angesehen – meine persönliche Einschätzung können Sie hier in den nächsten Tagen lesen.

Produktkonfiguration im Internet steigert Bekanntheit nachweislich

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Im Auftrag von Audi unternahm Tomorrow Focus eine Studie über den Erfolg von Produktkonfiguration im Internet. Besucher konnten im Tomorrow-Focus-Netzwerk das Audi A5 Cabriolet persönlich gestalten und in einer interaktiven Probefahrt testen.

Ergebnis: Die Onlinekampagne steigerte die Werbeerinnerung insgesamt um über 5 Prozentpunkte und bei der Zielgruppe der Autointeressierten sogar um rund 7 Prozentpunkte. Damit liegt der Erfolg dieser Onlinekampagne über dem Branchen-Benchmark von Tomorrow-Focus.

Diese Studie stützt meine Erfahrung mit zahlreichen Unternehmen, die bereits Produktkonfiguration im Internet anbieten um Vertrieb und Angebotswesen zu stärken.

Arbeitspläne konfigurieren und kalkulieren

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Neulich haben wir mit einem Branchenspezialisten als Partner eine neuartige Kalkulationslösung für die Zulieferindustrie programmiert. Die Herausforderung war diesmal nicht, ein komplexes Produktmodell abzubilden. Denn in diesem Industriezweig geht für jeden Kunden immer eine Neuanfertigung in Serie, die nicht aus gleichen Einzelteilen oder Baugruppen besteht. Ansonsten wäre die Lösung gewesen, aus Einzelteilen und Baugruppen eine Neuanfertigung zu konfigurieren (z.B. “CAD light“).

Sondern wir haben die neue Kalkulationssoftware für die Zulieferindustrie derart umgesetzt, indem wir einfach den Fertigungsprozess konfigurierbar und damit den Preis kalkulierbar gemacht haben. Mögliche Arbeitsschritte und Materialien wurde speziell für die Branche vordefiniert und auswählbar gemacht. Je nach Neuanfertigung und Einsatzgebiet musste dieser oder jener Produktionsweg gewählt werden. Auch Fremdleistungen wurden berücksichtigt – schließlich müssen Hersteller einzelne Teilaufgaben an Dienstleister vergeben. Also war eine Funktion die automatische Angebotsanfrage bei Zulieferern und die Bewertung der Ergebnisse sowie die Auftragsvergabe von einzelnen Leistungen und Materialbestellungen.

Der Konfigurator hatte dann noch die Herausforderung, die Kalkulation an kundenindividuelle Vorgaben anzupassen. Der Grund: Viele Kunden benötigen zum Preisvergleich die Angebotsdaten in Cost-Breakdowns oder Quotation-Analysis-Forms, wie sie zum Beispiel bei Ausschreibungen üblich sind. Für die gezielte Dokumentengenerierung der Angebote haben wir dann kundenindividuelle Formatvorlagen erstellt, die unser Partner als Branchenspezialist und Servicedienstleister der Zulieferindustrie aktuell zur Verfügung stellt.

Hier zeigt sich sehr schön, dass sich eine moderne Konfigurationssoftware nicht nur für die korrekte Zusammenstellung von Produkten und Lösungen eignet, sondern auch für sehr spezielle Aufgaben gewinnbringend nutzen lässt – wie zum Beispiel hier für die zuverlässige Kalkulation und die korrekte Auswahl von komplexen Fertigungsprozessen.

Online-Shopping für Individualisten

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Der Heise-Verlag berichtete gestern über kundenindividuelle Produkte, die über Webshops gezielt konfiguriert werden können. Neben dem Erlebnisfaktor soll der “Snob-Effekt” den Erfolg vom Online-Shopping für Individualisten ausmachen. Leider sind die zahlreichen genannten Konsumartikel nur wenig komplex, schade. Ich gehe davon aus, dass in Zukunft auch erheblich komplexere Produkte zur Maßkonfiguration angeboten werden – nach wie vor sind aber MyMüsli und Spreadshirt die üblichen Vorzeige-Anbieter. Auch interessant: Der Artikel behandelt den Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes bei der Bestellung von speziell gefertigten Produkten. Kurz: Nach Kundenwunsch konfigurierte Produkte sind aus dem E-Commerce nicht mehr wegzudenken.

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