Produktkonfiguration im Internet steigert Bekanntheit nachweislich

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Im Auftrag von Audi unternahm Tomorrow Focus eine Studie über den Erfolg von Produktkonfiguration im Internet. Besucher konnten im Tomorrow-Focus-Netzwerk das Audi A5 Cabriolet persönlich gestalten und in einer interaktiven Probefahrt testen.

Ergebnis: Die Onlinekampagne steigerte die Werbeerinnerung insgesamt um über 5 Prozentpunkte und bei der Zielgruppe der Autointeressierten sogar um rund 7 Prozentpunkte. Damit liegt der Erfolg dieser Onlinekampagne über dem Branchen-Benchmark von Tomorrow-Focus.

Diese Studie stützt meine Erfahrung mit zahlreichen Unternehmen, die bereits Produktkonfiguration im Internet anbieten um Vertrieb und Angebotswesen zu stärken.

Vertrieb 2.0

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Das Magazin Indukom berichtet in der aktuellen Ausgabe über den “Vertrieb 2.0: Wie sie durch Online-Konfiguratoren Kaufentscheidungen im Internet begünstigen”. Interessant finde ich folgende Fakten aus der dort zitierten B2B Studie Online-Monitor 2010:

  • nur 25 Prozent der befragten Unternehmen wickeln einen substanziellen Teil ihrer Geschäftsprozesse über Internet ab – obwohl 70 Prozent das Web für sehr wichtig oder zumindest wichtig halten
  • fast die Hälfte aller potenziellen Kunden nutzt einen Konfigurator zunächst für Online-Beratung

Konfiguratoren werden immer mehr zum Trend: für Kunden und dann auch für Unternehmen…

visueller Konfigurator als “CAD light”

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CAD ist in der Konstruktion nicht mehr weg zu denken. In modernen Betrieben ist das CAD tief in den Fertigungsprozess eingebunden bis hin zur CNC Steuerung und anderen komplexen Integrationen. Insbesondere für die Erstellung von Stücklisten und Fertigungsvorlagen werden die Daten oft direkt aus dem CAD gewonnen.

Was liegt näher als die Konfiguration von Produktdaten für den Vertrieb (z.B. Angebotserstellung) auch CAD-basiert zu betreiben? In der Realität sind solche Lösungen aber oft aus verschiedenen Gründen nicht ideal für Vertrieb und Kundenservice:

Zuerst und grundsätzlich ist die Sichtweise auf das Produkt aus produktionstechnischer oder Konstrukteurssicht meistens ganz anders als die vertriebliche Sicht. Es ist nicht damit getan, eine Stückliste anders zu gruppieren und einen Preis daran zu schreiben, um ein ansprechendes und erfolgreiches Angebot zu generieren. Der Vertrieb will Fotos, Grafiken und spezielle vergleichende Tabellen optisch ansprechend im Angebotsdokument haben. Die vertriebliche Preisdefinition ist oft auch nach anderen Kriterien aufgebaut oder muss zumindest anders dargestellt und “hingerechnet” werden.

Schlimmer noch: Der Vertrieb hat Laptops, die ein CAD basiertes System nicht “aushalten” – und der Vertriebsprozess wäre zu langsam, wenn man erst den CAD-Spezialisten in den Prozess hinzuziehen müsste. Dazu kommen noch die evtl. teueren Lizenzen für die Basissysteme usw. usw. Es ließen sich sicherlich noch andere Argumente finden.

Aus diesen Gründen haben sich auf dem Markt Konfiguratoren etabliert, welche ein Konfigurations- und Prozessmodell abbilden können, das viel näher am vertrieblichen Erfordernis positioniert ist: d.h. Grafiken von 2- bis 3D und Fotodarstellungen bis hin zur Simulation können über spezielle Viewer eingebunden werden. Es lassen sich hoch strukturierte Dokumente erzeugen, die weit über das übliche tabellarische Angebot hinausgehen. Diese Systeme können und sollten natürlich in die bestehende Systemlandschaft eingebunden werden und Daten aus dem ERP sowie dem bestehenden CAD Systemen mitverwenden. Das ergibt sich schon aus Kostengründen, um Daten nicht mehrfach zu halten und zu pflegen.

Der Effekt, dass auch weniger technisch versierte Mitarbeiter komplexe Produkte mit einem Tool erstellen können, ist so groß und positiv, dass es sich absolut auszahlt, dem Vertrieb ein eigenes Tool zu geben, das seine Erfordernisse in besonderer Weise berücksichtigt.

Diese Lösungen haben auch den Vorteil, leicht in das Web portiert werden zu können, weil man ja bei B2C- oder B2B-Kunden keine spezifische Systemlandschaft voraussetzen kann.

Für sehr grafisch orientierte Produktmodelle verwendet man die Grunddaten aus dem CAD-System und bindet sie über spezielle Viewer ein. Dann können auch CAD ähnliche Funktionen wie das grafische Komponieren von anzubietenden Systemteilen am Bildschirm realisiert werden. Somit werden damit auch stark visuell oder planerische Anforderungen abgebildet.

Das Ergebnis ist sozusagen „CAD light“ für Kunden und Vertriebler… ;-)

Web-Konfiguratoren günstig umsetzen

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Vor einigen Tagen ging der Automobilhersteller Mazda mit einem neuen Internet-Kaufberater online. Warum andere Unternehmen hier nicht längst aktualisiert oder nachgezogen haben, kann an der aktuellen Finanzkrise liegen. Denn meiner Meinung nach erschweren oder verhindern vor allem zwei Kostentreiber die Einführung und den Betrieb von Konfiguratoren im Internet.

Zunächst können die Initial-Kosten erschreckend hoch sein. Verursacher sind vor allem die Aufwände bei der Gestaltung der Web-Oberfläche und die visuelle Aufbereitung der zahlreichen Produktvarianten. Gern werden die Möglichkeiten in beweglichen 3D-Animationen dargestellt – auch wenn 2D-Grafiken oder Fotos denkbar wären. Mein Tipp deshalb: Entscheidend für die Detailtiefe und die Navigationsweise sollten die konkreten Effekte für Vertrieb und Marketing sein.

Zweitens sind die Pflege- und Wartungskosten von Web-Konfiguratoren eine häufig überschätzte Belastung. Tatsächlich verschweigen Internet-Agenturen diese Folgekosten gern, um sich fortlaufende Einnahmen zu sichern. Aber dieses Verhalten sollte Unternehmen nicht von Web-Konfiguratoren abhalten, da eine Online-Produktauswahl den Vertrieb ungemein fördern kann. Und mittlerweile gibt es große Unterschiede bei Web-Konfiguratoren-Software. Idealerweise sollten Unternehmen sich auch die Datenpflege präsentieren lassen. Wenn Mitarbeiter die Wartung von Inhalten und Daten selbst erledigen können,  dann haben Unternehmen den richtigen Dienstleister gefunden.

Zur Einstiegshürde und Wartung von IT-Lösungen vgl. auch meinen Beitrag zum Total Cost of Ownership

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