Seminarvortrag: Kalkulationssoftware für die Umformtechnik

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Die Technische Akademie Esslingen (TAE) lädt am 15. und 16. Juni 2010 zum Seminar „Konstruieren mit Blech“, das vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt wird. Dort präsentiert unter anderem Wolfgang Stritzel vom Branchenspezialisten tcam gemeinsam mit mir eine neue Kalkulationsanwendung für die Umformtechnik. Bei der vorgestellten Lösung übernimmt die Konfigurator-Engine unter anderem folgende Funktionen:

  • individuelle Produktionsabläufe und Fremdleistungen im System vordefinieren
  • kundenindividuelle Angebotsvorgaben hinterlegen (Cost-Breakdown, Quotation-Analysis-Form)
  • gezielte Preisfindung und Angebotsgenerierung bei Kundenanfragen und Ausschreibungen

In dem TAE-Seminar werden die Besonderheiten der Blechkonstruktion in Bezug auf die Fertigungsverfahren vorgestellt. Darüber hinaus werden Konstruktionshinweise, Kostenermittlung, Wirtschaftlichkeit und Möglichkeiten der Gestaltung mit Blech behandelt. Das Seminar richtet sich vor allem an Fach- und Führungskräfte aus Konstruktion, Entwicklung, Arbeitsvorbereitung und Produktion. Das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier…

Vertrieb 2.0

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Das Magazin Indukom berichtet in der aktuellen Ausgabe über den “Vertrieb 2.0: Wie sie durch Online-Konfiguratoren Kaufentscheidungen im Internet begünstigen”. Interessant finde ich folgende Fakten aus der dort zitierten B2B Studie Online-Monitor 2010:

  • nur 25 Prozent der befragten Unternehmen wickeln einen substanziellen Teil ihrer Geschäftsprozesse über Internet ab – obwohl 70 Prozent das Web für sehr wichtig oder zumindest wichtig halten
  • fast die Hälfte aller potenziellen Kunden nutzt einen Konfigurator zunächst für Online-Beratung

Konfiguratoren werden immer mehr zum Trend: für Kunden und dann auch für Unternehmen…

Arbeitspläne konfigurieren und kalkulieren

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Neulich haben wir mit einem Branchenspezialisten als Partner eine neuartige Kalkulationslösung für die Zulieferindustrie programmiert. Die Herausforderung war diesmal nicht, ein komplexes Produktmodell abzubilden. Denn in diesem Industriezweig geht für jeden Kunden immer eine Neuanfertigung in Serie, die nicht aus gleichen Einzelteilen oder Baugruppen besteht. Ansonsten wäre die Lösung gewesen, aus Einzelteilen und Baugruppen eine Neuanfertigung zu konfigurieren (z.B. “CAD light“).

Sondern wir haben die neue Kalkulationssoftware für die Zulieferindustrie derart umgesetzt, indem wir einfach den Fertigungsprozess konfigurierbar und damit den Preis kalkulierbar gemacht haben. Mögliche Arbeitsschritte und Materialien wurde speziell für die Branche vordefiniert und auswählbar gemacht. Je nach Neuanfertigung und Einsatzgebiet musste dieser oder jener Produktionsweg gewählt werden. Auch Fremdleistungen wurden berücksichtigt – schließlich müssen Hersteller einzelne Teilaufgaben an Dienstleister vergeben. Also war eine Funktion die automatische Angebotsanfrage bei Zulieferern und die Bewertung der Ergebnisse sowie die Auftragsvergabe von einzelnen Leistungen und Materialbestellungen.

Der Konfigurator hatte dann noch die Herausforderung, die Kalkulation an kundenindividuelle Vorgaben anzupassen. Der Grund: Viele Kunden benötigen zum Preisvergleich die Angebotsdaten in Cost-Breakdowns oder Quotation-Analysis-Forms, wie sie zum Beispiel bei Ausschreibungen üblich sind. Für die gezielte Dokumentengenerierung der Angebote haben wir dann kundenindividuelle Formatvorlagen erstellt, die unser Partner als Branchenspezialist und Servicedienstleister der Zulieferindustrie aktuell zur Verfügung stellt.

Hier zeigt sich sehr schön, dass sich eine moderne Konfigurationssoftware nicht nur für die korrekte Zusammenstellung von Produkten und Lösungen eignet, sondern auch für sehr spezielle Aufgaben gewinnbringend nutzen lässt – wie zum Beispiel hier für die zuverlässige Kalkulation und die korrekte Auswahl von komplexen Fertigungsprozessen.

Produktkonfiguration Online – Medienbruch behindert Verkauf

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Zahlreiche Produktkonfiguratoren im Internet haben keine Shop-Anbindung, wie ich immer wieder feststelle. Das zeigen auch die Einträge in der Configurator Database. Insbesondere komplexe Produkte im Fahrzeug- und Maschinenbau oder IT-Systeme können allenfalls im Internet ausgelegt werden – aber die Bestell-Funktion fehlt.

Natürlich werden solche Produkte mit Beratungsrelevanz oft im persönlichen Kontakt gekauft, aber der Medienbruch zwischen Produktauslegung und tatsächlichem Kauf wird häufig nicht überwunden. Ein potenzieller Kunde konfiguriert dann sein Wunschprodukt – und springt im schlechten Falle weiter zum nächsten Anbieter. Hier rate ich den Konfigurator-Betreibern, zumindest die Kontaktanbahnung eng in den Konfigurationsprozess zu integrieren. Denn nach erfolgter Produktauslegung sollte man es dem Interessenten so leicht (bequem) wie nur möglich machen, auch tatsächlich in einen Kaufprozess einzusteigen. Lediglich eine Aufforderung abzugeben, bei Interesse doch bitte den Vertrieb zu kontaktieren, erscheint mir in der heutigen Zeit und Wirtschaftslage etwas zu wenig kundenorientiert.

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