Jul 23
Laut einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM, will jeder Fünfte im Internet Produkte mitentwickeln. So erklärten 21 Prozent der Webnutzer, sie würden von Unternehmen gern in die Produktentwicklung mit eingebunden werden. „Das Internet macht Konsumenten zu Co-Produzenten“, meint BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Das Web gebe Verbrauchern nicht nur wertvolle Entscheidungshilfen an die Hand, es ermögliche auch eine direkte Mitarbeit an der Produktentwicklung. Hiervon könnten Hersteller und Verbraucher gleichermaßen profitieren.
Ein aktuelles Beispiel für diesen Trend zur Individualität ist der neue Audi A1, der ab September 2010 auf den Markt kommen wird: Kunden können aus rund 800 Kombinationen ihr persönliches Modell wählen. “Rollendes Ich” titulierte folglich das Spiegel-Magazin seinen Fahrbericht. Modell, Motor, Anbauteile, Innenausbau und Sonderausstattung lassen sich bereits im Online-Konfigurator bei Audi wählen und beim Händler anfordern.
Nun ist dies nicht wirklich neu: letztlich haben Produktkonfiguratoren in den letzten 10 Jahren ganz maßgeblich an Einfluss im Automobilvertrieb gewonnen, gerade auch bei den deutschen Herstellern. Und die – oft gelungenen – PKW-Konfiguratoren haben der Produktkonfiguration als Thema auch für Endverbraucher erst den richtigen Schub verliehen. Audi versucht hier an den Erfolg von Mini und Fiat 500 anzuknüpfen, die bereits seit längerer Zeit über ungewöhnliche Individualisierungen (z.B. Sonderlackierungen auch für den Innenraum, Flaggenmotive etc. beim Mini) bzw. Mitmach-Aktionen (Käufer-Mitwirkung bereits vor Serienproduktion beim Fiat) einen attraktiven Kaufanreiz erzeugen. Und angesichts der überaus erfolgreichen Geschäftsentwicklung bei Audi ist der Anspruch sicherlich, die Wettbewerber zu überholen.
Den A1-Konfigurator habe ich mir bei dieser Gelegenheit einmal genauer angesehen – meine persönliche Einschätzung können Sie hier in den nächsten Tagen lesen.
Feb 12
Das Magazin Indukom berichtet in der aktuellen Ausgabe über den “Vertrieb 2.0: Wie sie durch Online-Konfiguratoren Kaufentscheidungen im Internet begünstigen”. Interessant finde ich folgende Fakten aus der dort zitierten B2B Studie Online-Monitor 2010:
- nur 25 Prozent der befragten Unternehmen wickeln einen substanziellen Teil ihrer Geschäftsprozesse über Internet ab – obwohl 70 Prozent das Web für sehr wichtig oder zumindest wichtig halten
- fast die Hälfte aller potenziellen Kunden nutzt einen Konfigurator zunächst für Online-Beratung
Konfiguratoren werden immer mehr zum Trend: für Kunden und dann auch für Unternehmen…
Dez 05
Verschiedene Internetseiten und Web-Artikel bewerten und testen Online-Konfiguratoren wie zum Beispiel die der Automobil-Branche. Hier eine kurze Auswahl – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Der Blog unter der Configurator-Database kommentiert einzelne Online-Konfiguratoren recht ausführlich, allerdings auf Englisch. Im Fokus stehen vor allem Webshops der Konsumgüter-Industrie und deren Benutzerführung. Meiner Meinung nach sind diese gezeigten konfigurierbaren Produkte wenig komplex und benötigen kaum ein intelligentes Regelwerk – auch wenn zum Beispiel persönliche Muster-Aufdrucke das einzelne Produkt individualisieren. Da ist die Produktion im Maschinenbau, in der Bauelemente- oder etwa in der Automobil-Branche wesentlich komplexer. Hier sind Konfiguratoren sinnvoll, wie die folgenden Untersuchungen zeigen.
In einem Blog-Artikel vom März 2008 untersucht Oliver Belikan den Car-Configurator von Mercedes-Benz besonders kritisch. Dass die Daimler AG nicht alleine steht, beweisen einige Kommentare zum Beispiel der von Jan Schubert (alias “Laura Slash”). Oder auch der Artikel von SPIEGEL ONLINE: Die Redaktion hatte im Sommer 2007 zehn PKW-Konfiguratoren getestet und kam zum Schluss, dass “viele Wunschauto-Konfiguratoren verwirren statt zu helfen. Zum Beispiel wenn sich aus unerfindlichen Gründen Lack und Leder nicht vertragen.” – Mittlerweile haben einige Anbieter nachgebessert, andere nicht.
Mein Kommentar: Online-Konfiguratoren sollten für den reibungslosen technischen Ablauf sorgen. Das ist klar. Aber entscheidend für ihren Erfolg ist vor allem auch der Verkaufsprozeß: Wann wird welches Produktmerkmal oder welcher Kundenbedarf abgefragt? Sind Sprünge möglich und sind Korrekturen nötig? Die Software sollte hier den Verkauf unterstützen und dem Kundendialog folgen – und nicht umgekehrt.
Okt 20
Die aktualisierte Marktstudie des Unternehmensberaters Dr. Axel Brinkop liegt jetzt vor. Neu aufgenommen sind drei weitere deutsche Anbieter von Konfiguratoren, die nun ebenfalls ihre Software in der schematischen Übersicht präsentieren.
Die Studie bietet Unternehmen einige erste Kriterien für die Auswahl der passenden Konfiguratoren-Lösung. Ziel ist unter anderem, mit Konfiguratoren besser Produkte verkaufen oder produzieren zu können und selbst komplexe Dokumente einfach zu generieren.
Jun 02
Der pfälzer Unternehmensberater Dr. Axel Brinkop hat vor Kurzem eine Marktstudie zu Konfiguratoren veröffentlicht. Der “Marktführer Produktkonfiguration” zeigt einen Überblick über deutsche Softwarehäuser, die im Kerngeschäft Konfiguratoren anbieten. Die Studie soll Unternehmen eine Hilfe sein, die richtige Software für sich auszuwählen. Viele Unternehmen setzen Konfiguratoren ein, um komplexe Produkte besser verkaufen zu können oder umfangreiche Dokumente wie zum Beispiel Angebote leichter zu erstellen. Dies ist mit großen Systemen wie ERP oder CRM oft nur schwer möglich.
Einige erste Auswahlkriterien für die passende Software finden sich in der Studie. So führen die Anbieter in einer Checkliste die Standard-Funktionen ihrer Software auf. Dies ist insofern wertvoll, als ein Großteil der gewünschten Aufgaben bereits von den Standard-Funktionen übernommen werden sollte – das verringert Kosten für die Anpassung an die eigenen Bedürfnisse und beschleunigt die Einführung.
Nach eigenen Angaben soll die Studie laufend aktualisiert werden.
Lesen Sie hier die Marktstudie von Brinkop Consulting…